Dazu wurden gezielte Erhebungen entsprechender Daten unter kontrollierten Bedingungen durchgeführt:
Unterschiedliche Sensortypen wurden unter herausfordernden Wahrnehmungsbedingungen erprobt um daraus Simulationsmodelle der Systemgrenzen abzuleiten.
Probandenstudien in Fahrsimulatoren ermöglichen es, Konzepte zur Mensch-Maschine-Interaktion, etwa die Übernahme der Fahrverantwortung, systematisch zu erheben.
Risiken gleichzeitig im Blick behalten
Diese drei Risikoquellen (menschliches Fahrverhalten, technische Wahrnehmung und Faktoren der Mensch-Maschine-Interaktion) wirken nicht unabhängig voneinander. Der tragische Unfall eines Tesla Model S mit einem Sattelzug im Mai 2016 in Florida, der als erster Unfall eines Fahrzeugs im rein automatisierten Betrieb gilt, ist nur ein Beispiel dafür, wie erst das Zusammentreffen einzelner Faktoren aus diesen drei Risikoquellen zum Auslöser schwerer Unfälle werden kann.
Um entsprechende Risikofaktoren aus der Sicht komplexer Gesamtsysteme beschreiben und analysieren zu können, ist unter anderem die Norm ISO 21448 (Road vehicles: Safety of the intended functionality, dt.: Straßenfahrzeuge: Sicherheit der Sollfunktion).
Die Vermeidung dieser Risiken in zukünftigen automatisierten Fahrzeugen im Zuge eines systematischen, simulationsgestützten Ansatzes erfordert umfangreiche Realdaten entsprechender kritischer Situationen.
Das Projekt AVEAS hat Methoden entwickelt, diese Daten effizient und sicher zu erheben und zu nutzen.
Zu den wesentlichen Ergebnissen des Projekts zählen 4000 Stunden an Verkehrsdaten in kritischen Szenarien und an Unfallschwerpunkten, und ein gemeinsames Datenformat für diese Daten: Die DIN SAE SPEC 91518:2026-01: STRADE: Metadata Standard for Traffic Scenes in Automated Driving and Traffic Safety. Der Standard verbindet die ASAM-Datenformate OpenDRIVE und OpenLABEL zu einem verbundenen Format zum Austausch von Szenariodaten aus unterschiedlichsten Erhebungsmethoden.